Kosmetikstudios

Ratgeber

Laser-Haarentfernung vorbereiten und danach pflegen

Veröffentlicht am , zuletzt aktualisiert am

Vor einer Laser- oder IPL-Sitzung rasieren Sie die Stelle, statt zu zupfen oder zu wachsen, und meiden 8 Wochen lang Sonne und Solarium. Eine Woche vorher lassen Sie Fruchtsäuren und Vitamin-A-Cremes weg. Nach der Sitzung verzichten Sie 48 Stunden auf Sauna und schützen die Haut mit Sonnenschutz Faktor 50.

Rasierer, Pumpflasche und Cremetiegel auf einem Regal im Bad
Rasierer und Pflege stehen für die Zeit vor und nach dem Termin bereit. Bild: KI generiert.

Diese Fristen gelten vor der Laser-Haarentfernung

Die Vorbereitung beginnt Wochen vor dem Termin, weil zwei Dinge Zeit brauchen. Bräune muss verschwinden, und in der Haarwurzel muss wieder ein Haar stecken. Laser und IPL erhitzen den dunklen Farbstoff im Haar. Gebräunte Haut hat mehr davon und nimmt deshalb selbst Energie auf. Eine leere Haarwurzel bietet dem Licht dagegen kein Ziel.

Die Fristen stammen aus zwei Quellen aus der Schweiz: einem Merkblatt der Hautklinik am Inselspital Bern und dem Schweizer Bundesamt für Gesundheit. In Deutschland legt keine Vorschrift diese Fristen für Kundinnen fest. Das Studio muss Sie aber vorher beraten. Weicht seine schriftliche Anweisung ab, gilt die.

Vom Vorgespräch bis zur nächsten Sitzung
  1. 8 Wochen vorher

    Sonne und Solarium meiden, damit die Haut nicht gebräunt ist. Muttermale an der Stelle bei der Hautärztin ansehen lassen.

  2. 4 bis 8 Wochen vorher

    Nicht mehr zupfen, wachsen oder epilieren, keine Enthaarungscreme. Nur noch rasieren.

  3. 1 Woche vorher

    Fruchtsäuren, Salicylsäure und Vitamin-A-Cremes weglassen. Neue Medikamente dem Studio sagen.

  4. 2 bis 3 Tage vorher

    Zum letzten Mal rasieren, wenn das Studio nichts anderes sagt.

  5. Am Behandlungstag

    Kein Parfüm, kein Make-up, keine fettige Creme auf der Stelle. Den Fragebogen ehrlich ausfüllen und die Schutzbrille tragen.

  6. 48 Stunden danach

    Keine Sauna, beruhigende Creme, Sonnenschutz mit Faktor 50.

  7. Bis zur nächsten Sitzung

    Nur rasieren, weiter Sonnenschutz, die Haut beobachten.

Vor der Laser-Haarentfernung rasieren, nicht zupfen

Das Licht braucht das Haar in der Wurzel. Der Farbstoff im Haar nimmt die Energie auf und gibt sie als Wärme an die Haarwurzel weiter. Wer zupft, wachst oder epiliert, zieht das Haar mitsamt Wurzel heraus, und das Licht findet nichts mehr. Die Rasur schneidet das Haar nur an der Oberfläche ab.

Das Haar über der Haut ist dagegen ein Risiko. Es nimmt ebenfalls Energie auf und kann auf der Haut verbrennen. Deshalb kommt die Stelle rasiert unter das Gerät. Gebleichte Haare sprechen nicht an, weil das Bleichen genau den Farbstoff entfernt, den das Licht braucht.

  • Erlaubt vor und zwischen den Sitzungen: rasieren, nass oder elektrisch.
  • Nicht erlaubt ab 1 bis 2 Monaten vor der ersten Sitzung: zupfen, Wachs, Zuckerpaste, Epiliergerät, Faden.
  • Nicht erlaubt in der ganzen Behandlungszeit: Enthaarungscreme und Bleichen.
  • Am Behandlungstag: die Stelle rasiert und ohne Parfüm, Make-up und fettige Creme.
  • Nach der Sitzung: lockere Haare nicht herausziehen.

Diese Medikamente machen die Haut lichtempfindlich

Manche Stoffe machen die Haut für einige Zeit empfindlicher für Licht. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät, vor der Behandlung auf Tee oder Medikamente mit Johanniskraut zu verzichten. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit nennt außerdem bestimmte Antibiotika, Vitamin-A-Tabletten gegen Akne und andere Aknemittel.

Beim Aknemittel Isotretinoin sind sich die Fachleute nicht einig. Das Schweizer Bundesamt rät, bei Vitamin-A-Tabletten auf die Behandlung zu verzichten. Eine Fachgruppe fand 2017 dagegen keine ausreichenden Belege, eine Laser-Haarentfernung deshalb aufzuschieben. Was für Sie gilt, entscheidet die Hautärztin, die Ihnen das Mittel verschrieben hat, nicht das Studio.

Neigen Sie an der Stelle zu Lippenherpes, sieht das Berner Merkblatt ein Medikament vom Arzt vor, ab einem Tag vor bis vier Tage nach der Sitzung. Ob das bei Ihnen nötig ist, klärt Ihre Ärztin.

Wann Sie die Laser-Sitzung besser verschieben

Frische Bräune ist der häufigste Grund, einen Termin zu verschieben. Eine Studie von 2014 zeigte: Rötung und Schmerz nach IPL nehmen mit der Färbung der Haut zu, egal ob sie angeboren ist oder von der Sonne kommt. Gebräunte Haut verhält sich im Licht wie dunklere Haut.

Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit nennt weitere Gründe, auf Laser und IPL zu verzichten: Schwangerschaft und Stillzeit, sehr dunkle Haut sowie frische Wunden und Narben. Dazu kommen lichtempfindliche Krankheiten, Hautkrebs in der Vergangenheit, Blutverdünner und Neigung zu Krampfanfällen. Verdächtige Muttermale gehören vorher zur Ärztin.

Findet Ihr Termin statt oder verschieben Sie ihn?

Waren Sie in den letzten Wochen in der Sonne oder im Solarium?

Ja

Verschieben Sie den Termin, bis die Bräune weg ist. Vor der ersten Sitzung gelten 8 Wochen.

Nein

Sind Sie schwanger oder stillen Sie?

Ja

Verschieben Sie die Serie auf die Zeit danach.

Nein

Haben Sie ein neues Medikament, Herpes, eine Wunde oder eine Entzündung an der Stelle?

Ja

Klären Sie das vorher mit Ihrer Ärztin und dem Studio.

Nein

Der Termin kann stattfinden. Tragen Sie die ganze Zeit die Schutzbrille.

So pflegen Sie die Haut nach der Laser-Haarentfernung

Nach der Sitzung ist die Haut gereizt und empfindlich gegen Sonne. Meiden Sie Sonne, tragen Sie Sonnenschutz mit Faktor 50 auf und cremen Sie die Stelle mit einer beruhigenden Creme ein. 48 Stunden lang gehört keine Hitze wie Sauna an die Stelle. Peelings und reizende Produkte lassen Sie weg. An Achseln und Gesicht verzichten Sie 2 bis 3 Tage auf Deo und Parfüm.

Sonnenschutz hilft auch über die ersten Tage hinaus. Eine Klinik in Japan fand 2024 bei 25 von 7.381 Behandelten, also bei 0,34 Prozent, nach dem Laser mehr Haare als vorher, meist am Oberarm. Wer täglich Sonnenschutz trug, war seltener betroffen.

Rötung und leichte Schwellung kommen oft vor und gehen weg. Bei Blasen, Flecken oder mehr Haaren als vorher sollten Sie handeln. Dunkle Flecken bilden sich laut dem Berner Merkblatt oft in 1 bis 3 Monaten zurück, mehr Haare kommen bei 0,34 Prozent vor.

Reaktionen der Haut nach Laser oder IPL und was Sie tun.
ReaktionWas das bedeutetWas Sie tun
Rötung, Wärme, leichte SchwellungHäufig und meist vorübergehendBeruhigende Creme, Sonne meiden
Kleine KrustenVorübergehendNicht abkratzen, Sonnenschutz
Blasen oder nässende StellenZeichen einer VerbrennungStudio sofort informieren, ärztlich versorgen lassen, Fotos machen
Dunkle oder helle FleckenBilden sich oft in 1 bis 3 Monaten zurückSonne strikt meiden, zur Hautärztin
Mehr Haare am Rand der StelleSelten, bei 0,34 Prozent der BehandeltenStudio ansprechen, Einstellung prüfen lassen
Ein Muttermal sieht anders ausKommt nach Laser oft vorBei der Hautärztin untersuchen lassen
  1. Tragen Sie nach der Sitzung eine beruhigende Creme auf und cremen Sie die Stelle in den nächsten Tagen regelmäßig ein.
  2. Tragen Sie jeden Morgen Sonnenschutz mit Faktor 50 auf, auch bei Wolken.
  3. Verzichten Sie 48 Stunden auf Sauna und andere Hitze an der Stelle.
  4. Fotografieren Sie jede Blase und jeden Fleck mit Datum und sagen Sie dem Studio Bescheid.
  5. Rasieren Sie bis zur nächsten Sitzung nur.

Wie viele Laser-Sitzungen Sie brauchen

Zwischen zwei Sitzungen liegen Wochen, weil nur wachsende Haare auf das Licht reagieren. Das Berner Merkblatt nennt 4 bis 8 Behandlungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen. Sind nach 3 bis 4 Sitzungen kaum noch Haare zu sehen, rät es zu 2 bis 3 weiteren, damit die Haare nicht nach einigen Monaten zurückkommen. Ihre eigene Zahl steht im Behandlungsplan des Studios.

Muttermale an der Stelle verdienen einen eigenen Blick. Nach Laser verändern sie sich oft: Sie werden kleiner, heller, dunkler oder unregelmäßig. Unter der Lupe der Hautärztin können sie dann auffällig wirken. Dass sie bösartig werden, ist nicht beschrieben. Lassen Sie sie trotzdem vorher ansehen und sparen Sie sie aus.

Welches Gerät zu Ihrer Haut passt, hängt an Haut- und Haarfarbe, wie bei jeder dauerhaften Haarentfernung mit Laser und IPL. Dieselben Fristen gelten auch für ein IPL-Gerät für zu Hause.

Häufige Fragen

Wie lange darf ich mich vor einer Laser-Haarentfernung nicht sonnen?

Vor einer Laser-Haarentfernung meiden Sie Sonne und Solarium mindestens 8 Wochen vor der ersten Sitzung, rät die Hautklinik am Inselspital Bern. Gebräunte Haut reagiert auf Laser und IPL mit mehr Rötung und Schmerz.

Wann soll ich mich vor einer Laser-Haarentfernung rasieren?

Vor einer Laser-Haarentfernung rasieren Sie sich zuletzt 2 bis 3 Tage vor dem Termin, wenn das Studio nichts anderes sagt. Zupfen, Wachs und Enthaarungscreme sind ab 1 bis 2 Monaten vorher tabu, weil das Licht das Haar in der Wurzel braucht.

Darf ich nach einer Laser-Haarentfernung in die Sauna?

Nein, nach einer Laser-Haarentfernung verzichten Sie 48 Stunden auf Sauna, rät das Schweizer Bundesamt für Gesundheit. Die Haut ist gereizt, und Hitze verstärkt Rötung und Schwellung.

Darf ich während einer Isotretinoin-Therapie Haare lasern lassen?

Ob Sie während einer Isotretinoin-Therapie Haare lasern lassen, entscheidet Ihre Hautärztin. Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit rät davon ab, eine Fachgruppe fand dagegen keine ausreichenden Belege für eine Pause. Setzen Sie das Medikament nicht selbst ab.

Welche Creme darf nach einer Laser-Haarentfernung auf die Haut?

Nach einer Laser-Haarentfernung gehört eine beruhigende Creme auf die Haut und jeden Morgen Sonnenschutz mit Faktor 50. Peelings, Fruchtsäuren und parfümierte Produkte lassen Sie in den ersten Tagen weg.

Darf ich zwischen zwei Laser-Sitzungen Haare zupfen?

Nein, zwischen zwei Laser-Sitzungen dürfen Sie Haare nur rasieren. Ein ausgerissenes Haar fehlt bei der nächsten Sitzung als Ziel für das Licht. Auch Enthaarungscreme und Bleichen sind in der Behandlungszeit tabu.

Quellen und Methodik

Quellen und Lizenzen

  1. Laser und IPL: So schützen Sie sich bei kosmetischen Behandlungen, aktualisiert 10. März 2026, Bundesamt für Gesundheit BAG, Schweiz,
  2. Dauerhafte Haarentfernung (Epilation), Stand 4. August 2026, Bundesamt für Strahlenschutz,
  3. Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV), § 3 Absatz 1 Nummer 6 Aufklärung und Behandlungsplan, Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de),
  4. Durchführungsverordnung (EU) 2022/2346 über gemeinsame Spezifikationen für Produkte ohne medizinische Zweckbestimmung, Anhang VI Abschnitt 4.1 spezifische Risiken, EUR-Lex, Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union,
  5. Merkblatt: Haarentfernung mittels Laser / IPL, Stand April 2014, Inselspital, Universitätsklinik für Dermatologie, Bern,
  6. Spring LK, Krakowski AC, Alam M et al.: Isotretinoin and Timing of Procedural Interventions: A Systematic Review With Consensus Recommendations. JAMA Dermatol 2017;153(8):802-809, PMID 28658462, PubMed, National Library of Medicine,
  7. Thaysen-Petersen D, Lin JY, Nash J et al.: The role of natural and UV-induced skin pigmentation on low-fluence IPL-induced side effects: a randomized controlled trial. Lasers Surg Med 2014;46(2):104-111, PMID 24037900, PubMed, National Library of Medicine,
  8. Inoue Y, Nishioka H, Inukai M et al.: What are the Factors That Induce Paradoxical Hypertrichosis After Laser Hair Removal? Aesthet Surg J 2024;44(5):NP347-NP353, PMID 38299374, PubMed, National Library of Medicine,
  9. Cices A, Dover JS, Labadie JG: Changes in melanocytic nevi treated with laser hair removal: A systematic review. Lasers Surg Med 2023;55(7):617-624, PMID 37493510, PubMed, National Library of Medicine,
  10. Husain Z, Alster TS: The role of lasers and intense pulsed light technology in dermatology. Clin Cosmet Investig Dermatol 2016;9:29-40, PMID 26893574, PubMed, National Library of Medicine,
  11. Haedersdal M, Gøtzsche PC: Laser and photoepilation for unwanted hair growth. Cochrane Database Syst Rev 2006;(4):CD004684, PMID 17054211, PubMed, National Library of Medicine,

Einsatz von Sprachmodellen

Eine KI hat die wiederkehrenden Sätze auf den Seiten formuliert, die Ratgeber und das Glossar mitgeschrieben, Quellen gesucht und die Bilder erzeugt. Wir prüfen die Texte vor der Veröffentlichung gegen die Quellen. Name, Adresse und Kontaktdaten der Studios stammen dagegen unverändert aus OpenStreetMap. Sie verarbeitet ein festes Programm und keine KI.

Korrekturweg

Eine falsche Adresse, ein geschlossenes Studio oder einen Eintrag, der kein Kosmetik- oder Schönheitsstudio ist, melden Sie über das Kontaktformular. Wir gleichen die Meldung mit der Quelle ab und korrigieren belegte Fehler auf der betroffenen Seite.

Stand dieser Angaben: 2. Oktober 2026.