Was Maniküre und Pediküre in 19 Preislisten kosten
Eine Maniküre ohne Lack kostet in den ausgewerteten Studios 10 bis 45 Euro, eine Pediküre ohne Lack 22 bis 55 Euro. Die Zahlen stammen aus einer eigenen Stichprobe vom 21. September 2026. Wir haben 64 Studios in Berlin, München, Köln und Hamburg geprüft. 19 davon zeigen eine Preisliste im Netz, die sich eindeutig lesen lässt.
Repräsentativ ist die Stichprobe nicht. 13 der 19 Studios liegen in Berlin, und wer keine Preise ins Netz stellt, fehlt ganz. Eine amtliche Statistik mit Preisen für Maniküre oder Pediküre gibt es nicht. Die Tabelle nennt deshalb neben der Spanne den Median. Das ist der mittlere Wert: Die Hälfte der Preise liegt darunter, die andere Hälfte darüber. Bei der Maniküre ohne Lack liegt er bei 18 Euro, bei der Pediküre ohne Lack bei 30 Euro.
| Leistung | Preislisten | Günstigster Preis | Median | Teuerster Preis |
|---|---|---|---|---|
| Maniküre ohne Lack | 18 | 10 Euro | 18 Euro | 45 Euro |
| Pediküre ohne Lack | 15 | 22 Euro | 30 Euro | 55 Euro |
| Maniküre mit Shellac oder UV-Lack | 14 | 25 Euro | 36,50 Euro | 60 Euro |
| Pediküre mit Shellac oder UV-Lack | 11 | 35 Euro | 46 Euro | 70 Euro |
| Ablösen alter Shellac- oder Gelschichten | 6 | 5 Euro | 10 Euro | 13 Euro |
| Neue Gelnägel an den Händen | 7 | 30 Euro | 40 Euro | 64 Euro |
Im selben Studio kostet die Pediküre fast immer mehr als die Maniküre. In 15 Studios mit beiden Angeboten lag der Unterschied bei 2 bis 18 Euro, im Median bei 12 Euro. Fußbad, dickere Zehennägel und Hornhaut brauchen mehr Zeit. Ein Berliner Studio gibt für die Pediküre etwa 30 Minuten an. Ein anderes verlangt für eine Pediküre mit Peeling und Massage von 55 bis 65 Minuten 55 bis 80 Euro.
Was zu einer klassischen Maniküre und Pediküre gehört
Zu einer Maniküre gehören das Aufweichen der Nagelhaut, Kürzen und Feilen der Nägel, Pflege der Nagelhaut und eine Creme zum Schluss. Die Pediküre ergänzt ein Fußbad und das Abtragen von Hornhaut an harmlosen Stellen. Ein Gesetz, das den Inhalt festlegt, gibt es nicht. Die Ausbildung zur Kosmetikerin beschreibt aber Hand- und Fußpflege mit eigenen Lernzielen.
Dazu gehört, den Zustand der Nägel zu beurteilen, ein passendes Vorgehen zu wählen und die Nägel zu formen. Bei der Fußpflege kommt der Schutz vor Nagelpilz dazu. Der Blick am Anfang entscheidet, ob ein Fuß überhaupt ins Studio gehört.
Füße ansehen
Die Kosmetikerin prüft Haut und Zehennägel. Offene Stellen, entzündete, eingewachsene, verfärbte oder verdickte Nägel gehören zur Podologin oder Ärztin.
Fußbad
Warmes Wasser weicht Nagelhaut und Hornhaut auf. Danach trocknet sie die Füße ab.
Nägel kürzen und formen
Zange oder Schere kürzen die Nägel, die Feile glättet die Kanten.
Nagelhaut und Hornhaut
Sie schiebt die Nagelhaut zurück und trägt Hornhaut an harmlosen Stellen ab.
Pflege und Farbe
Creme oder Öl schließen die Behandlung ab. Lack oder Shellac kosten meist extra.
Was im Grundpreis steckt, ist von Studio zu Studio verschieden. 15 der 19 Preislisten führen den Lack als eigenen Posten. Ein Münchner Studio rechnet Massage und Klarlack schon in den Grundpreis ein. Mehrere Studios bieten Peeling, Maske und Massage als teurere Variante an.
Was Lack, Shellac und Ablösen zusätzlich kosten
Lack, Shellac und das Ablösen einer alten Schicht verteuern die Behandlung am stärksten. Normaler Nagellack kostete im selben Studio 3 bis 13 Euro mehr, in der Hälfte der Studios höchstens 6 Euro. Shellac oder ein anderer Lack, der unter einer Lampe härtet, kostete bei der Maniküre 10 bis 20 Euro mehr, bei der Pediküre 10 bis 18 Euro. Shellac ist eigentlich ein Markenname, viele Studios nutzen das Wort aber für alle diese Lacke.
Wer mit einer alten Schicht kommt, zahlt oft einen Zuschlag. Sechs Preislisten nennen 5 bis 13 Euro für das Ablösen. Ein Berliner Studio nimmt für Shellac 13 Euro, für Gel 17 Euro und für Acryl 20 Euro. Sagen Sie deshalb schon bei der Buchung, was auf Ihren Nägeln ist.
Weitere Aufschläge betreffen Zeit und Material. Eine French-Lackierung kostete in zwei Preislisten 3 und 5 Euro extra, ein Paraffinbad 20 Euro, eine Verzierung 1 bis 5 Euro je Nagel. Ein Studio verlangt bei Hühneraugen oder eingewachsenen Nägeln 5 bis 10 Euro mehr. Ein eingewachsener Nagel gehört aber nicht ins Studio, sondern zur Podologin oder Ärztin.
- Suchen Sie in der Preisliste den Grundpreis ohne Lack und notieren Sie die Dauer.
- Rechnen Sie den Aufpreis für Lack oder Shellac dazu, in der Stichprobe 3 bis 13 Euro für Lack und 10 bis 20 Euro für Shellac.
- Nennen Sie bei der Buchung eine alte Schicht aus Shellac, Gel oder Acryl und fragen Sie nach dem Zuschlag.
- Klären Sie, ob Peeling, Massage oder Paraffinbad im Preis stecken.
- Sagen Sie vor dem Termin, wenn Sie Diabetes, Durchblutungsstörungen oder einen auffälligen Nagel haben.
- Lassen Sie sich den Gesamtpreis vor Beginn bestätigen.
Wie oft Sie gehen und was das im Jahr kostet
Wie oft ein Termin nötig ist, hängt davon ab, wie schnell die Nägel wachsen. Zehennägel wachsen nur etwa halb so schnell wie Fingernägel. Eine feste Regel für den Abstand gibt es nicht. Die Zahlen erklären aber, warum die Pediküre seltener fällig ist.
Bei Shellac und Gel sieht man das Wachstum am Ansatz. In drei Wochen wächst ein Fingernagel rechnerisch etwa 2,4 Millimeter. Zwischen Nagelhaut und Lack entsteht ein heller Streifen. Ein Münchner Studio nimmt für das Auffüllen von Gelnägeln innerhalb von vier Wochen 30 Euro, danach 35 Euro.
Aufs Jahr gerechnet ergeben sich sehr verschiedene Summen. Die vier Beispiele rechnen mit dem Median der Stichprobe. Sie sind keine Empfehlung für einen Abstand.
- Pediküre ohne Lack alle sechs Wochen: 8 bis 9 Termine zu 30 Euro, zusammen 240 bis 270 Euro im Jahr.
- Pediküre mit Shellac alle sechs Wochen: 8 bis 9 Termine zu 46 Euro, zusammen 368 bis 414 Euro im Jahr.
- Maniküre ohne Lack alle vier Wochen: 13 Termine zu 18 Euro, zusammen 234 Euro im Jahr.
- Maniküre mit Shellac alle drei Wochen: 17 Termine zu 36,50 Euro, zusammen rund 620 Euro im Jahr.
Warum manche Studios keine Mehrwertsteuer ausweisen
Ob im Preis Mehrwertsteuer steckt, hängt vom Umsatz des Studios ab. Der normale Satz beträgt 19 Prozent. Die Preisliste im Studio muss immer den Endpreis mit Steuer nennen. Sie sehen also nie einen Nettobetrag.
Für kleine Betriebe gilt eine Ausnahme. Lag der Umsatz im Vorjahr bei höchstens 25.000 Euro und liegt er im laufenden Jahr unter 100.000 Euro, zahlt das Studio keine Mehrwertsteuer. Es weist auf der Rechnung keine aus. Das kann einen Teil der Preisunterschiede erklären.
Wann die Pediküre zur Podologie wird
Eine Pediküre im Studio zahlen Sie selbst. Podologie auf ärztliche Verordnung zahlt die Krankenkasse, etwa bei Diabetes mit gestörtem Gefühl in den Füßen. Je Verordnung gibt es bis zu sechs Behandlungen. Nur eine Podologiepraxis rechnet mit der Kasse ab, ein Kosmetikstudio nicht. Die Grenze zwischen beiden erklärt der Artikel Maniküre, Pediküre oder Podologie.
Die Zuzahlung steigt zum Jahreswechsel. Bis zum 31. Dezember 2026 zahlen Sie 10 Prozent der Kosten und 10 Euro je Verordnung. Ab dem 1. Januar 2027 sind es 10 Prozent und 15 Euro. Die 15 Euro fallen einmal je Rezept an, die 10 Prozent auf jede Behandlung.
Häufige Fragen
Was kostet eine Pediküre im Kosmetikstudio?
Eine Pediküre ohne Lack kostete im September 2026 in 15 Preislisten von Studios aus Berlin, München, Köln und Hamburg 22 bis 55 Euro. Die Hälfte verlangte höchstens 30 Euro. Mit Shellac lag die Pediküre bei 35 bis 70 Euro.
Was kostet eine Maniküre mit Shellac?
Eine Maniküre mit Shellac kostete in 14 Preislisten 25 bis 60 Euro, der Median lag bei 36,50 Euro. Gegenüber der Maniküre ohne Lack im selben Studio waren das 10 bis 20 Euro mehr. Für das Ablösen einer alten Schicht kommen oft 5 bis 13 Euro dazu.
Warum ist eine Pediküre teurer als eine Maniküre?
Eine Pediküre ist teurer, weil Fußbad, dickere Zehennägel und Hornhaut mehr Zeit brauchen. In 15 Studios lag die Pediküre 2 bis 18 Euro über der Maniküre, im Median 12 Euro.
Wie oft ist eine Pediküre fällig?
Eine feste Regel gibt es nicht. Zehennägel wachsen etwa 1,6 Millimeter im Monat, Fingernägel etwa 3,5 Millimeter. Weil Zehennägel nur halb so schnell wachsen, ist eine Pediküre seltener fällig als eine Maniküre.
Warum weist ein Kosmetikstudio keine Mehrwertsteuer aus?
Ein Kosmetikstudio weist keine Mehrwertsteuer aus, wenn es ein Kleinunternehmen ist. Das gilt bei höchstens 25.000 Euro Umsatz im Vorjahr und unter 100.000 Euro im laufenden Jahr. Alle anderen Studios rechnen 19 Prozent, die im ausgehängten Preis schon stecken müssen.
Zahlt die Krankenkasse eine Pediküre?
Eine Pediküre im Studio zahlen Sie selbst. Die Krankenkasse zahlt nur Podologie auf ärztliche Verordnung, etwa bei Diabetes mit gestörtem Gefühl in den Füßen. Bis Ende 2026 zahlen Sie 10 Prozent plus 10 Euro je Verordnung dazu, ab 2027 10 Prozent plus 15 Euro.
